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Leistungen

Zeit für eine strategische Alternative

Kostenfalle Hyperscaler (und mögliche Auswege)

Die Marktmacht der Hyperscaler führt mittelständische Unternehmen oft in kostspielige Abhängigkeiten. Tragfähige Alternativen sind längst überfällig.

Viele Unternehmen nutzen Cloud Plattform-Komponenten der großen Hyperscaler, um digitale Innovation möglichst schnell in den Markt zu bringen. Aktuell führt das Trend-Thema „Künstliche Intelligenz“ zu einer weiteren Welle der Cloud Migration.

Die Preismodelle der Hyperscaler enthalten – jenseits der oftmals verlockenden Einstiegspreise und attraktiven Guthaben-Modelle – in den allermeisten Fällen jedoch zahlreiche variable Kostenanteile, welche mit zunehmender Last auf den Systemen unweigerlich und kontinuierlich ansteigen.

Durch die anbieterseitige Kopplung der Plattform-Komponenten an die darunter liegende Infrastruktur entsteht zusätzlich ein Lock-In Effekt, der Unternehmen ab einem gewissen Punkt in Summe einem hohen operativen Kostendruck aussetzt – und in der Folge Ausschau nach strategischen Alternativen halten lässt.

Über den Autor

Dr.-Ing. Christian Gilcher

Solution Consulting, ValueCloud GmbH

Wie es dazu gekommen ist

Vereinfacht gesprochen hat die aktuelle Situation strukturelle und historische Gründe:

  • maßgebliche Plattform Technologien entstanden aus dem Preisdruck im Consumer Software Massenmarkt (z.B. Kubernetes von Google, Apache Kafka von LinkedIn, usw.),
  • Europa ist historisch stark auf B2B Software und damit verbunden stark auf physikalische Infrastruktur konzentriert,
  • Hyperscaler Angebote existieren daher de facto nur von US-amerikanischen und chinesischen Anbietern (es gibt keinen Plattform-Anbieter aus Europa).

Die Geschäftsmodelle der Hyperscaler setzen dabei auf möglichst niedrige Einstiegshürden für Neukunden bei einer gleichzeitigen Maximierung der Umsätze über den kompletten Kunden-Lebenszyklus hinweg.

Der Mechanismus ist ausgeklügelt: die Plattform-Schicht ist das Objekt der Begierde der Anwender. Daher wird diese sehr günstig angeboten, benötigt aber zwingend die darunter liegende Infrastruktur-Schicht des jeweiligen Anbieters. Diese wiederum ist auf Zeit betrachtet aber überproportional teuer. Plattform-Komponenten enthalten zudem etliche variable Kostenanteile. Teilweise erfolgt sogar Mehrfach-Bepreisung, z.B. separate Bepreisung von Speicherung („Data-in-Rest“), Übermittlung („Data-in-Motion“) und Verarbeitung („Data-in-Use“) von Daten. Bei steigender Last türmen sich diese Kosten zu erheblichen Summen auf.

Die Kostenfalle schnappt zu

Auf diese Weise können sehr schnell Beträge entstehen, die um ein Vielfaches über den realen Kosten für Server, Netzwerk und Betrieb liegen. Der Plattform-Anbieter streicht die Differenz typischerweise als Gewinn ein. Die Geschäftsberichte der Hyperscaler bieten diesbezüglich klare Fakten. De facto werden, auf Basis einer Oligopol-artigen Struktur, Komfort und Bereitstellungs-Geschwindigkeit monetarisiert, obwohl Bedenken bezüglich Zugriffskontrolle auf Daten durch Nicht-EU-Akteure (insbesondere US & CN) weder unbegründet noch ausgeräumt sind.

In Realität bleibt Unternehmen bislang nur die Alternative zwischen Komfort und Geschwindigkeit: Hyperscaler Modell mit dem Nachteil potenzieller Kostenfallen und Datenschutz-Bedenken oder Do-It-Yourself mit dem Nachteil hoher Entwicklungs- und Betriebs-Risiken.

 

Eine unabhängige Plattform-Schicht als strategische Alternative

Die Grundlagen

Um funktionell gleichwertige Plattform-Schichten zu entwickeln, sind mehrere Arbeits-Schritte erforderlich:

  • Schritt 1: Auswahl geeigneter Plattform Komponenten (Kuratierung),
  • Schritt 2: manuelle, experimentelle Probe-Installation der jeweiligen Plattform-Komponenten,
  • Schritt 3: individuelle und gegenseitige Konfiguration der jeweiligen Komponenten,
  • Schritt 4: Prozess-Integration zwischen den Komponenten,
  • Schritt 5: Ausbringung aller Komponenten auf gemieteten Cloud Servern europäischer IaaS Anbieter (oder OnPremise) und Probe-Betrieb (inkl. iterativem De-Bugging bis zum Erreichen einer gewünschten  Betriebs-Stabilität).

Diese Schritte führen können zu einer funktionellen Lösung führen, sind jedoch nicht ausreichend, um zuverlässig reproduzierbare Ergebnisse als Grundlage eines Produktiv-Betriebs auf Enterprise-Niveau zu erhalten.

Standardisierung und Automatisierung

Um ein skalierbares und somit nachhaltiges Betriebs-Modell zu ermöglichen, sind zwei weitere Schritte erforderlich:

  • Schritt 6: Möglichkeit zur Bündelung ALLER Bestandteile in EINEM ausbringbaren Artefakt, d.h. alle Komponenten, deren Konfigurationen und Prozess-Interaktionen => Standardisierung
  • Schritt 7: Möglichkeit zur automatisierten, sicheren und zuverlässigen Ausbringung der gebündelten Plattform-Komponenten auf alternativen (und deutlich kostengünstigeren) Infrastrukturen auf „Knopfdruck“ => Automatisierung

ValueCloud verfügt in allen 7 Schritten über das notwendige Wissen und die notwendigen Fähigkeiten, um funktionelle Plattform-Schichten zu entwickeln und dem Markt als skalierbares Modell jenseits von Hyperscaler-Angeboten zur Verfügung zu stellen.

Dies gilt ausdrücklich auch für KI / Machine Learning Aufgaben.

Quelloffene Software

ValueCloud setzt dabei durchweg quelloffene Software ein. Und zwar genau diejenigen de-facto Markt-Standards, welche die großen Hyperscaler auch einsetzen. Auf diese Weise entstehen für unterschiedliche Anwendungsbereiche vollwertige Plattform-Schichten, die auf europäischer IaaS oder eigener OnPremise Infrastruktur zu einem deutlich günstigeren Preis betrieben werden können.

Mit dem ValueCloud Angebot können Kunden entweder bestehende Workloads von Hyperscaler-Angeboten auf eine deutlich kostengünstigere Umgebung migrieren oder neue Funktionalitäten direkt auf alternativen, günstigeren Umgebungen realisieren. Selbstverständlich ist auch eine anbieterübergreifende Multi-Cloud Umgebung, bestehend aus einer Kombination von Hyperscaler UND ValueCloud, möglich (siehe Showcase).

Dabei geht es marktseitig weniger darum, Kunden zu einer vollständigen Abkehr von Hyperscaler Angeboten zu bekehren (unter Aufgabe aller evtl. bereits getätigten Investitionen), sondern eine zuverlässige, pragmatische, aber nachhaltige strategische Alternative im Sinne einer frei verfügbaren Option zu bieten, um bereits bestehende Hyperscaler-Rechnungen zu reduzieren oder nicht noch weiter anwachsen zu lassen.

Showcase:

SDax-Konzern nutzt ValueCloud Plattform-Komponenten als strategische Ergänzung zu Microsoft Azure

Ausgangslage

Zur Echtzeit-Anbindung einer externen Datenquelle an das bestehende DataWarehouse soll eine Streaming ETL Lösung genutzt werden.

Herausforderung

Auf Basis des real anfallenden Datenvolumens und einem 24/7/365 Betriebsszenario entstünden auf Microsoft Azure Kosten für Compute, Storage und Data Processing in einem 6-stelligen Bereich pro Jahr (knapp 7-stellig auf 3 Jahre gerechnet).

Lösung

Entwicklung einer auf Apache Kafka basierenden Event Streaming Plattform Schicht (inklusive Kafka Connect, ksqlDB, Schema Registry usw.) durch ValueCloud und Ausbringung der vollständigen Schicht auf der Infrastruktur eines europäischen IaaS Anbieters. Das Projekt wurde in weniger als 6 Monaten realisiert.

Ergebnis

Die Betriebskosten liegen im ValueCloud Szenario bei identischem Funktionalitäts- und Sicherheitsniveau lediglich im mittleren 5-stelligen Bereich. Selbst unter Einbeziehung des einmaligen Projekt-Aufwandes zur Erstellung der individuellen Plattform Lösung kann bereits in erstem Jahr eine Ersparnis im 6-stelligen Bereich erzielt werden. Auf 3 Jahre gerechnet ergibt sich für die Projektkosten ein ROI-Faktor von ca. fünf.

Fazit

Durch die zielgerichtete Bündelung von Wissen und Fähigkeiten im Bereich Plattform Engineering ist ValueCloud in der Lage, Unternehmen eine strategische Alternative zu bestehenden Hyperscaler Angeboten zu unterbreiten.

Standardisierung und Automatisierung sind die Grundlagen für die Positionierung unabhängiger Plattform-Angebote im Markt:

  • Container Plattformen
  • Event Streaming Plattformen
  • DevOps Toolchains
  • MLOps („KI“) Toolchains
  • individuelles Plattform Engineering und Anwendungs-Entwicklung

Unternehmen aller Branchen und Größen sind eingeladen, sich von den neuen Möglichkeiten zu überzeugen.

Kostenfalle Hyperscaler (und mögliche Auswege)

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